Vip - Auszeichnung für Prof. Michael Nerlich

Daten-Kommunikation im Rettungsdienst gewürdigt

Deutscher Preis für präklinische Notfallmedizin 2001REGENSBURG (mbw). Der "Deutsche Preis für präklinische Notfallmedizin 2001" medizinischer Bereich geht an den Leiter der Abteilung für Unfallchirurgie am Klinikum der Universität Regensburg, Prof. Dr. Michael Nerlich. "Als ich die Liste meiner Vorgänger gelesen habe, bin ich ja fast rot geworden, dass ich da jetzt dazu gehöre" die MZ sprach noch am Abend mit dem neuesten Preisträger dieser renommierten Auszeichnung. Nerlich, Jahrgang 1953, ist neben seiner Tätigkeit am Uniklinikum u.a. noch Leiter des Rettungsdienstes.

Der diesjährige Preis wurde anlässlich des Fachkongresses für den Rettungsdienst in Europa am Freitag in Nürnberg verliehen. Die Gefährdung von Insassen in unsicheren Rettungsfahrzeugen steht im Mittelpunkt des Bundeskongresses: "Die strengen EU-Normen für Rettungsfahrzeuge werden in Deutschland oft nicht eingehalten", klagte Jürgen Huber, Vorsitzender des Kuratoriums zur Förderung der präklinischen Notfallmedizin, in Nürnberg. Verliehen wird der Preis vom Kuratorium zur Förderung der präklinischen Notfallmedizin, und zwar an Persönlichkeiten und Institutionen, die sich besonders für die Weiterentwicklung des Rettungswesens engagiert haben.

"Der Vorstand des Kuratoriums hat Sie in diesem Jahr als Preisträger für den Deutschen Preis ausgewählt", heißt es im Schreiben an Prof. Nerlich, "hiermit soll ihr vorbildliches Engagement für die Weiterentwicklung der Daten-Kommunikation im Rettungsdienst, insbesondere im Bereich der Dokumentation, herausgestellt werden."

Zum elften Mal wird heuer der Deutsche Preis für präklinische Notfallmedizin vergeben, und die Liste der bisherigen Preisträger liest sich wie ein who's who der Rettungsmediziner. Neben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, der Deutschen Lufthansa und der Arbeitsgruppe Notfallmedizin der TU München stehen Namen wie Prof. Ahnefeld, Prof. Tscherne, Dr. Linde, Dr. Kettler, Dr. Bartels, Dr. Hans-Peter Moecke, Prof. Dr. Bodo Gorgaß und Dr. med. Gudrun Schaarschmidt für herausragende Leistungen im Rettungswesen. Und dass Prof. Nerlich dazu gehört, ist seit heute jedenfalls kein Geheimtipp mehr.

Mittelbayerische Zeitung (09.06.2001)